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02.08.15

Ein Hauch von Lavendel in Düsseldorf | Sommerfest von Villeroy & Boch

Wer am vergangenen Samstag bei schönstem Sommerwetter durch die Straßen von Unterbilk in Düsseldorf geschlendert ist, konnte an der einen oder anderen Ecke den herrlichen Duft blühender Lavendelsträucher riechen. Vielleicht hat ein blumenliebender Anwohner ein paar Sträucher gepflanzt, definitiv wehte ein Hauch der Provence durch den kleinen Hinterhof einer Seitestraße. 
Dort hatten zahlreiche Lavendelsträuche Platz gefunden auf einer reich gedeckten Tafel, lauschig im Schatten gelegen und wundervoll dekoriert. Leise Musik hallte aus der Ferne und ich Glückspilz durfte dort Platz nehmen. Ein Hauch von Provence in Düsseldorf und ich mittendrin.

Eingeladen von der Firma Villeroy & Boch führten uns unsere zauberhaften Gastegeberinnen Denise vom Blog Foodlovin und Annalena vom Blog Nummer Fünfzehn durch den Abend und verwöhnten uns mit einem Drei-Gänge-Menue. Cassissorbet an Schafskäsebällchen, Lamm mit Erbsenpüree, Feta und karamelisierten Tomaten und Schokoladentarte - wir haben unfassbar lecker gegessen. Angerichtet auf wunderschönem Geschirr (wer sich fragt, wie es heißt: Artesano Provençal Lavendel).
Erleuchtet von zahlreichen Kerzen und mit zunehmender Dämmerung hatte ich unglaublich viel Spaß und verbachte einen wundervollen Sommerabend gemeinsam mit Torsten und Sascha von Die Jungs kochen und backen, Sonja von Zauberhaftes Küchenvergnügen, Katrin von soulsister meets friends, Tanja und Carina von den Foodistas, Lina von Mandelmilch & Cashewmus, Daniela von Danielas Foodblog, Christina von Feines Gemüse, Anne von A Cake a Day und Emilia von Emilia und die Detektive. Es ist immer wieder schön, altbekannte und neue Gesichter unter den Foodbloggern zu treffen.
Foto: Emilia und die Detektive


Mit zunehmender Dämmerung wurde die Stimmung immer ausgelassener und das eine oder andere Gläschen Champagner oder Wein getrunken. Wir teilen alle die Leidenschaft fürs Kochen, Backen und Fotografieren - da gibt es immer viel zu erzählen. Und noch mehr zu lachen.
Nach einem Griff in die Candybar (es gab Zuckerperlenketten - die erinnern mich soo an meine Kindheit), schwärmten wir aus in die laue Sommernacht. Glücklich und beseelt, einen Hauch Lavendel in der Nase.
Einen großen Dank an Denise und Annalena - Ihr habt grandios gekocht und wart zauberhafte Gastgeberinnen. Lieben Dank an Simone von Villeroy & Boch für die nette Einladung, das liebevolle Umsorgen und die interessanten Gespräche. Ich hatte einen wundervollen Abend.




07.10.13

Holzofenpizza aus Turin und das beste Eis der Welt | Reiserückblicke aus Italien

Bevor es uns endgültig in die Toskana verschlug, machten mein Mann und ich noch einen Abstecher nach Turin. Es gibt Stimmen, die halten Turin für sehr viel sehenswerter als Mailand und würden der Stadt im Piemont stets den Vorzug geben. Als ich vorab bei Tripadvisor (kennt Ihr dieses Portal? Mein unersetzlicher Helfer für jede Reiseplanung.) schaute, welche Sehenswürdigkeiten auf meine Liste wandern sollten, war ich etwas überrascht. Top Sehenswürdigkeit waren das Fußballstadion von Juventus und ein Automuseum - nicht gerade die Themen, die mich unbedingt ansprechen. Fast schon bereute ich, dass wir zwei Tage in dieser Stadt eingeplant hatten, bis wir dann da waren. Turin besticht nämlich nicht durch große Attraktionen. Die Stadt im Nordwesten Italiens bezaubert durch ihre Alltagskultur und unverfälschtes italienisches Leben. Nicht die großen Touristengruppen begegneten uns hier sondern italienisches Hausfrauen, die über dem Trubel der vierspurigen Stadtstraße seelenruhig ihre Deckbetten lüfteten oder Kinder, die lachend um die Blocks ziehen. Wir nahmen des morgens gemeinsam mit italienischen Geschäftsmännern einen schnellen Kaffee im Stehen, bevor wir zu Fuß die Stadt erschlossen. Diese Art der Fortbewegung kann ich sehr empfehlen, ebensowe wie ab und an einen Blick Richtung Himmel zu werfen. So entdeckt man wunderschöne Hausfassaden und überbordende Balkonkästen, die der Stadt ihr Gesicht verleihen.
Und weil bei einem Italienbesuch eine echt Holzofenpizza nicht fehlen darf, gingen wir ins Mazzini 38 in der Via Mazzini 38 angolo via San Massimo (der Laden öffnet nicht vor 19.30 Uhr auch wenn das Schild der Tür etwas anderes sagt). Die Karte bietet ein ausreichendes Spektrum an italienischen Gerichten, vornehmlich Pizza und Salat. Nach einem langen Städtetag genau das richtige.
Nach den Tagen in Luzern und Turin machten wir uns auf zum zweiten Teil unseres Urlaubs: faul sein in der Toskana. Hihi, das muss schließlich auch mal sein. Unsere Herberge für 7 Tage lag in der Nähe der kleinen Stadt Sarteano und war eine sogenannte Agriturismo. Mit diesem Begriff werden in Italien eigentlich Bauernhöfe bezeichnet, auf denen Touristen für wenig Geld am ursprünglichen Leben italienischer Familien - häufig mit Landwirtschaft und Viehbetrieb - teilhaben können. Mittlerweile wurden aber viele dieser Höfe und Weingüter zu modernen Hotels umgebaut und so fanden wir uns nach dem Städtetrubel in den idyllischen Olivenpflanzungen der Familie Olivi wieder , die mit der Agiturismo La Solvana ein Kleinod inmitten von Weinbergen geschaffen hat. Am Nachmittag schaukelte der Wind sanft die Spitzen der Zypressen während ich in einem Buch las oder kleine Geckos beobachtete, die über die Steine huschten. Wirklich wunderbar
Wenn wir genug hatten vom Rumliegen am Pool (der ganz schön kalt war), machten wir Ausflüge ins Umland, fuhren durch die kleinen italienischen Dörfer oder machten einen Abstecher in die eine oder andere große Stadt. Sehr zu empfehlen ist ein Besuch in Montepulciano, einer Stadt südöstlich von Siena. Mehr als einen halben Tag braucht man nicht, um sich die pittoresken Häuser und die mittelalterliche Stadtmauer anzuschauen.
Viele Gebäude von Montepulciano stammen aus der Renaissance und die Lage auf einem 600 Meter hohen Hügel bietet eine tolle Weitsicht. Mir sind die kleinen Dinge immer die liebsten und so waren kein hübscher Fensterladen und keine archaisch anmutende Pflanze vor meiner Kamera sicher. Es gab sogar Katzen - meow.
Da mein Mann und ich beide schon in Florenz waren, entschlossen wir uns gegen einen erneuten Besuch und fuhren stattdessen nach Siena. Meine liebe Freudin Nadine hatte mir von der Stadt schon vorgeschwärmt, die als eine der schönsten Städte Italiens gilt. Der Dom von Siena erstrahlt in schwarzem und weißen Marmor und gehört zu einer der eindrucksvollsten Kirchen, die ich je gesehen habe. Stellt Euch vor, die schwarzen und weißen Marmorplatten wechseln sich so ab, dass er geringelt ist. Ich liebe Ringel. Und diesen Dom.
Obwohl in Italien bereits Nebensaison war, tummelten sich viele Touristen in der Stadt, aber sobald wir in die Nebengassen der einzelnen Stadtteile kamen, waren Trubel und Lärm wie weggeblasen. Übrall hingen Fahnen der sogenannten Contraden; das sind insgesamt 17 Stadtteile, die alle eigene Wappentiere besitzen und bei dem berühmten Pferderennen von Siena gegeneinander antreten (die armen Pferde, die Gassen sind wirklich sehr eng).
Es war wirklich sehr sehr schön in Siena und wir ließen uns ohne Plan einfach durch die Gassen treiben, kauften am Piazza del Campo ein paar kleine Einschreibbücher und setzten uns vor dem Rathhaus auf den noch sonnenwarmen Boden. Außerdem steckte ich meine Nase natürlich in jede Menge Läden mit Olivenöl, getrockneten Tomaten oder italienischem Gebäck. Ein Paradies für Foodies. 
Und wo wir gerade beim Essen sind, muss ich Euch noch unbedingt vom besten Eis der Welt erzählen, das wir im Urlaub gegessen haben (ja wirklich). Bei einem Ausflug nach Perugia in Umbrien kamen wir an einer kleinen Eisdiele vorbei, der Cioccolate Augusta Perusia. Mein Mann hatte schon davon gelesen und so mussten wir natürlich eine Kugel kosten. Da die Italiener in der Schlange vor uns alle das Eis aus dunkler Schokolade bestellten, hab ich genau das auch probiert und eine Kugel (eigentlich sind das in Italien ja gar keine Kugeln, eher Schaberportionen) Nusseis. KÖSTLICH! Mir läuft gerade das Wasser im Mund zusammen, wenn ich daran denke, auch bei 10 Grad und Herbstregen. Das Eis war wunderbar cremig und hach, einfach herrlich schokoladig. Ich kann mich wirklich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt so ein wunderbares Eis gegessen habe. Solltet Ihr je in der Gegend sein, unbedingt hin da.
Damit ist mein kleiner Urlaubsrückblick auch beendet. Ich hoffe, es hat Euch ein wenig gefallen und vielleicht inspiriert Euch dies ja, einen eigenen Urlaub in der Toskana zu planen. Oder wart Ihr schonmal da? Für Tipps und Empfehlungen bin ich sehr dankbar, wir waren sicher nicht das letzte Mal in diesem schönen Teil Italiens.

05.10.13

Schoggi aus Luzern und Frühstück am Lago Maggiore | Reiserückblicke aus der Schweiz

Mein Mann und ich haben unseren diesjährigen Sommerurlaub in der Schweiz und der Toskana verbracht, Ihr habt vielleicht schon das eine oder andere Bild auf Instagram gesehen. Aus dem Rheinland machten wir uns mit dem Auto Mitte September auf Richtung Luzern. Nach zwei Tagen ging es weiter nach Turin und von dort entlang der Küste in die wunderschöne Toskana, wo wir 7 wunderbare Tage bei herrlichem Sonnenschein und durchschnittlich 25 Grad die Seele baumeln ließen. Unser Rückweg führte uns über Locarno wieder zurück in die Heimat, wo wir bepackt mit Reisemitbringseln, Olivenöl und vielen schönen Erinnerungen am vergangenen Wochenende ankamen. Vielleicht mögt Ihr mit mir noch ein wenig in Sommererinnerungen schwelgen, dann zeige ich Euch einige Bilder unserer Reise und habe natürlich auch den einen oder anderen Reisetipp für Euch.
Sollte sich Euch die Gelegenheit bieten, müsst Ihr unbedingt einen Tag im wunderschönen Luzern verbringen. Die Stadt ist überschaubar und bietet durch seine exponierte Lage am Vierwaldstättersee eine malerische Kulisse für einen schönen Bummel entlang der Promenade oder durch die Altstadt. Bei schönem Wetter empfiehlt sich eine Fahrt hoch auf den Hausberg Pilatus, wir hatten leider einen wolkigen Tag erwischt und entschieden uns stattdessen für eine Fahrt auf dem See. Sehr hübsch, so läutete sich der Urlaub gut ein. Neben all den herrlichen Dingen, die aus der Schweiz kommen (Käsefondue - yummi, Toblerone - superyummi (damit habe ich letztens sogar einen Kuchen gebacken), Ricola und Rivella, um nur ein paar zu nennen) kommt mir eins immer sofort in den Sinn: Schokolade. So durfte ein Besuch im besten Schokoladenladen von Luzern nicht fehlen. Der Chocolatier Läderach hat in der Altstadt einen Laden (am Hauptbahnhof gibt es ein weiteres Geschäft), der das Herz eines jeden Schokoliebhabers höher schlägen lässt. Feinste Pralinen, zahlreiche frische Tafelschokolade aber auch fertige Pralinensortimente zum Verschenken und selber vernaschen schmücken die Auslagen. Empfehlen kann ich die Tafelschoki mit Vollmilch und Mandelsplittern. Superyummi.
Zum Auftakt unseres Urlaubs wollten mein Mann und ich am Abend richtig schick essen gehen und entschieden uns für das Restaurant Stern in der Burgerstraße. Die ehemalige Weinstube mit Hotel gehört heute zu den besten Restaurants der Stadt und bietet seinen Gästen überwiegend regionale Küche. Die Karte wechselt viermal im Jahr, so dass stets saisonale, hausgemachte Gerichte mit Zutaten aus der Region auf den Tisch kommen. Besonders ist, dass die Vorspeisen stets in kleinen Gläschen angerichtet werden. Für uns Bloggerhasen ist das ja nichts Neues mehr, aber an den Nebentischen war man darüber ganz begeistert und es sieht ja wirklich immer wieder nett aus. Die Preise sind etwas teurer im Stern (wie ja so vieles in der Schweiz), aber es lohnt sich unbedingt, wenn man mal einen richtig schönen Abend verbringen möchte.
Auch auf unserem Rückweg machten wir Station in der schönen Schweiz in der kleinen Stadt Locarno. Die Region im Tessin ist besonders beliebt bei Wanderern und durch die Lage am Nordufer des Lago Maggiore herrscht dort fast ganzjährig mediterrane Urlaubsstimmung. Locarno wirkt - auch im Vergleich mit Luzern - eher etwas kleiner und versprüht den Charme eines vergangenen Jahrhunderts. 
Die Menschen sind unglaublich höflich und zuvorkommend, urlaubende Rentnergruppen sorgen für entspannte Stimmung und einen verlangsamten Alltag, genau wie es im Urlaub sein soll. Besonders "hip" ist es vielleicht nicht gerade in Locarno, aber ich stehe auch mal auf spießige Restaurants, eine verwinkelte Altstadt und eine Fahrt mit der Touristen-Bummelbahn. Wer am Seeufer entlang flaniert, sollte nicht übersehen, dass Locarnos wunderbare Altstadt etwas oberhalb liegt und mit seinen schmalen Gassen, den Kopfsteinpflasterstraße und vielen kleinen Geschäften zum Bummeln und Einkaufen einlädt. Auf der Piazza Grande lässt sich gut ein halbes Stündchen bei einem Latte Macchiato verweilen. 
Wem dann alsbald der Magen knurrt, dem kann ich einen Besuch im Ristorante Sensi empfehlen. Ein Freund meines Mannes gab uns den Tipp und so aßen wir Salat und Pasta im Schutz der Kronen zweier alter Kastanienbäume die ab 19 Uhr mit Lichterketten illuminiert wurden. Ich sage Euch, das war Romantik pur. Mein Geheimtipp: Cessare ricca con petto die pollo - richtig lecker.
Unsere müden Häupter betteten wir auf Kissen im Hotel Esplanade, das majestätisch überhalb des Sees im Stadtteil Minusio thront. Mein Mann hatte es über das Portal Hotwire gebucht (ein tolles Portal, in dem man nicht ein konkretes Hotel bucht sondern eine Hotelkategorie und so einzelne freie Zimmer zu Schnäppchenpreisen bekommt) und ich sage Euch: I am in love. Das Haus wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts zunächst als Kurhaus für wohlhabende Gäste errichtet und später zu einem Luxus-Hotel umgebaut. Von den meisten Hotelzimmern hat man einen freien Blick auf den Lago Maggiore und überall herrscht ein Geist vergangener goldener Zeiten. Das Frühstück konnten wir wahlweise in einem wundervollen Speisesaal mit hohen Decken und Stuck zu uns nehmen oder - was wir präferierten - auf der Sonnenterrasse mit Blick auf den See. Hach, ich sage Euch, da fühlt man sich wirklich wie eine kleine Berühmtheit. Die Größe der Hotelzimmer erinnert zwar noch ein wenig an den Standard von vor 20 Jahren, aber das Haus hat ein unglaubliches Flair und trägt noch den Geist berühmter Schauspieler und einflussreicher Politiker, die hier jahrelang genächtigt haben.
Im zweiten Teil meiner Reiserückblicke nehme ich Euch mit in die wundervolle Toskana und mache mit Euch einen Abstecher nach Umbrien zum besten Eis meines Lebens. Außerdem dürft Ihr Euch auf einen zweifarbigen Dom freuen und lecker Pizza aus dem Steinofen. Seid Ihr gespannt?

27.09.13

Zurück aus dem Urlaub und das Herz voller Liebe ...

Ihr Lieben!!

Seit heute bin ich zurück aus meiner Sommerpause. Diese habe ich gemeinsam mit meinem Mann auf einer wunderbaren Reise durch die Schweiz und die Toskana verbracht. Wir hatten 26 Grad und herrlichen Sonnenschein (nur kein Neid, hihi). Was wir alles erlebt und gesehen haben, welche superleckerschmecker Eisdiele ich Euch in Siena empfehlen kann und auf welchem Weingut wir uns in süße Träume gewiegt haben, dazu bald mehr, wenn ich die gefühlten 1000 Fotos sortiert habe. 


Davor wollte ich aber schonmal Hallo sagen: Hallo! Ich habe Euch richtig vermisst und ab und an einen Blick auf den Blog gewagt. Über 30 Kommentare in meiner Abwesenheit, über 30 neue Fans auf Facebook - ich bin ganz überwältig. Ein herzliches Willkommen an alle neuen Zuckerschnuten, ich freue mich , dass Ihr da seid. Und an all die lieben treuen Leserinnen, die immer so fleißig kommentieren: tausend Danke, ich freue mich immer sooo über Eure lieben Worte und werde nun in den nächsten Tagen alles genau lesen und beantworten, nicht zu vergessen meine gewohnten Bloggerrunden (sage und schreibe 512 ungelesene Posts bei Bloglovin...). Daher bin ich gerade auch ganz und besonders glücklich! Liebe für Euch alle.

Eure Daniela
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