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20.04.18

Cheesecake mit Blaubeeren: perfekt für warme Frühlingstage

Cheesecake ist bei uns gern gesehen auf der Kuchentafel. Dieser American Cheesecake war bisher unser Favorit, im Sommer backe ich auch gerne Käsekuchen mit Erdbeeren, nun aber hat mir eine liebe Freundin ein Rezept gegeben zu einem Käsekuchen mit Blaubeeren, den ich bei ihr probiert hatte. Soo lecker und durch die Früchte eine schöne Kombination. Der Kuchen war so toll, dass ich ihn direkt nachgebacken habe und Euch natürlich auch mitbringe. Bei diesen Temperaturen verbringen wir unsere Freizeit eh am liebsten draußen und was könnte da besser sein, als mit Picknickdecke und Kuchen im Schatten der Bäume zu sitzen?

Cheesecake mit Blaubeeren


Zutaten (für 25 Stück)
1 Zitrone
500 g Mehl

175 g + 2 El braunen Zucker
350 g kalte Butter + etwas Butter
200 g TK-Blaubeeren
4 Eier
75 g + 100 g Zucker
750 g Sahnequark
100 ml Milch
2 Päckchen Vanillepuddingpulver
50 g Kokosraspel
Zubereitung

Zunächst bereitet man den Streuselteig zu. Dafür die Zitrone heiß waschen und die Schale abreiben. Mit dem Mehl, 175 g braunem Zucker und 350 g kalter Butter in  Stücken in eine Schüssel geben und mit der Hand zu Streuseln verkneten. Eine flache Backform (ca. 25 x 35 cm) einfetten und etwa 2/3 der Streusel darauf als Boden verteilen und festdrücken. Die restlichen Streusel kalt stellen. Blaubeeren etwa 10 Minuten antauen lassen. In der Zwischenzeit die Eier trennen und das Eiweoß steif schlagen, dabei 75 g Zucker einrieseln lassen. Eigelb, Quark, Milch und 100 g Zucker in eine Schüssel geben und mit dem Puddingspulver cremig rühren. Den festen Eischnee unterheben und die Masse auf den Streuselteig geben, die Beeren darauf streuen. Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad (Umluft) etwa 45 bis 50 Minuten backen. Die restlichen Streusel mit 2 Eßlöffel braunem Zucker und den Kokosraspeln mischen und nach 15 Minuten Backzeit auf den Kuchen geben und mitbacken. Nach dem Backen den Kuchen auskühlen lassen, erst dann in Stücke schneiden.
Am allerbesten schmeckt der Cheesecake, wenn ihr ihn erst kurz vor dem Anrichten aus dem Kühlschrank nehmt, dann ist er herrlich erfrischend und fruchtig lecker. Da es am Wochenende bis zu 28 Grad warm werden soll, ist das doch vielleicht eine Idee für Euch?




20.06.17

Rote Bete Salat mit Walnüssen und Schafskäse - Kraft aus der roten Rübe

In den letzten Wochen hatte ich immer wieder mit Erkältungen und sogar einer Bronchitis zu kämpfen. Ich stille meine zweite Tochter nun im 9. Monat, das zehrt an der Substanz und macht - mich zumindest - anfällig für Infekte, sogar bei diesen Temperaturen. Da ich nur im Notfall auf Medikamente zurückgreifen möchte, um meine Tochter zu schützen, versuche ich meine innere Mitte über eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu finden und so meinen Körper zu stärken. Dieser Salat ist von der ersten Gabel an eine Kraftquelle, also richtig für alle, die etwas für sich und ihre inneren Kräfte tun wollen. Oder denen einfach zu heiß ist dieser Tage für eine warme Mahlzeit.

09.09.16

Johannisbeertarte mit Baiserhaube

Solange es noch so viele herrliche Beeren gibt, wird die Saison bei uns ausgiebig ausgekostet. Manchmal stehe ich in unserem Bauernladen, packe einfach ein, was mich gerade anlacht und daheim stehe ich dann vor den Schüsseln voll Obst und muss mir überlegen, wie ich sie verarbeite. Eine gute Wahl ist immer eine Tarte. Die schmeckt knusprig-lecker, man kann beinahe jedes Obst hinein geben und schnell gemacht ist sie auch noch. 


Johannisbeertarte mit Baiserhaube


Zutaten (für eine Form mit etwa 24 cm Durchmesser)
200 g Mehl
1 Bio-Zitrone
1 Prise Salz
120 g Butter
1 Ei
165 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eiweiß
250 g Johannisbeeren

Zubereitung


Für den Mürbteig das Mehl, Salz, Butter, Ei und 65 g Zucker sowie den Vanillezucker in eine Rührschüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten. Diesen in Frischhaltefolie einschlagen und für 30 Minuten in den Kühlschrank geben. In der Zwischenzeit die Johannisbeeren waschen und verlesen. Den Mürbteig aus dem Kühlschrank holen, 2/3 davon rund ausrollen und in eine gefettet Tarteform legen. Aus dem restlichen Teig eine Rolle formen, diese an den Rand der Form legen und flach drücken (ich habe den Teig auf zwei kleinere Tarteformen verteilt, wundert Euch nicht über die Bilder.) Nun die Beeren auf dem Boden verteilen.  Das Eiweiß in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät steif schlagen, dabei den restlichen Zucker einrieseln lassen. Die Baisermasse auf die Tarte geben und diese bei 180 Grad (Umluft) im Backofen etwa 30 bis 40 Minuten backen. Sollte das Baiser zwischenzeitlich zu dunkel werden, deckt man es einfach mit einem Stück Alufolie ab.
Wer Lust auf mehr Tarte-Rezepte hat, der kann einen Blick werfen auf meine Aprikosen-Marzipan-Tarte, Kirsch-Tarte oder auch meine Beeren-Tarte mit Vanilleschmand. Habt Ihr ein liebstes Tarte-Rezept?


23.07.16

Eisparty zum zweiten Geburtstag mit großem Sweettable

Die Frozen Yogurt Candybar zum Geburtstag unserer Tochter habe ich Euch ja schon gezeigt, nun sollen noch einige Bilder des Sweettable folgen, den ich für das Fest mit der Familie aufgebaut habe. Wie Ihr ja vielleicht wisst, bin ich großer Fan von Sweettables - da kann einfach jeder Gast nach Herzenslust zugreifen, sich aus den vielen leckeren Kleinigkeiten raussuchen, worauf er gerade Appetit hat.
Ich baue meine Sweettable immer auf einem großen Sideboard im Wohnzimmer auf. Seit Jahren können mein Mann und ich uns nicht für ein Bild an der Wand dahinter entscheiden, was mir für unsere Feste jedoch ermöglicht, immer wieder neu und anders zu dekorieren. Hat also alles auch sein Gutes. Dieses Jahr stand der Geburtstag unserer Tochter unter dem Motto "Eisparty". 
Die Dekoration war hauptsächlich in Pastelltönen gehalten wie Orange, Türkis, Rosa und Hellblau. Den unteren Teil meines Tisches schmückte eine Tasselgirlande, an der Wand befestigte ich zwei Schilder zum Thema Eis und eine weitere Girlande. Neben der Candybar zu meinem Frozen Yogurt habe ich einen No-bake Cheesecake mit Erdbeeren gemacht, der gerade bei dem warmen Wetter herrlich erfrischend war.
Einige Brombeer-Cupcakes (Rezept folgt noch) fanden Platz auf verschiedenen Etageren die in meinem Fundus sind, zudem haben wir auf weißen Tellern kleine Brownies verteilt, die meine Mama (DANKE!) herrlich bunt dekoriert hatte.
Neben den obligatorischen Getränken wie Kaffee, Wasser und Säfte habe ich auch selbstgemachte Erdbeermilch angeboten. Die mag besonders unsere Maus gerne und eisgekühlt ist sie eine herrliche Erfrischung. Außerdem sah sie in den Flaschen einfach so nett aus.
Damit war mein Sweettable zum Thema "Eisparty" eigentlich schon fertig. Die zauberhaften Printables, mit denen ich  Wand, Brownies oder meine Erdbeermilch verziert habe, stammen aus dem Shop Minidrops. Die liebe Besitzerin Kerstin hatte meine Vorbereitungen der Eisparty auf Pinterest verfolgt und gefragt, ob sie mir nicht das eine oder andere Stück aus ihrem Sortiment für meine Party zuschicken dürfe  - da musste ich sofort zusagen. Grafisch bin ich leider nicht besonders begabt und bekäme solche hübschen Schilder oder Wimpel niemals alleine hin, da sind individualisierbare Printables eine tolle Alternative. Zusammen mit farbig passenden Servietten, einigen Strohlhalmen und hübschem Geschirr erstrahlte der Sweettable und die Gäste konnten kommen. 
Und die Geburtstags-Maus? Die grinste den ganzen Tag über beide Ohren, packte eifrig Geschenke aus, spielte mit ihrem neuen Wasserspieltisch und aß so viele Gummibärchen, wie in ihr Schüsselchen passten. Ein wunderbarer Tag also, nicht nur für Mama und Papa.



Folgende Produkte wurden mir von der lieben Kerstin von Minidrops unentgeltlich zur Verfügung gestellt (Tausend Dank dafür, ich liebe deinen Shop!):
Eiswagen Pastell
Tasselgirlande Malibu
Printables Eisparty vintage
Eisbecher Chevron Rosa
Papierstrohhalme Pastell



02.07.16

Aprikosen-Schmand-Kuchen im Bienchen-Look

Vor einiger Zeit habe ich einen fruchtig-leichten Blechkuchen für die Familie gebacken. Der erste Kommentar meines Bruders zu diesem Kuchen: "Das sind ja BVB-Mäuse...". Pfff, dabei kann man doch wirklich ganz klar erkennen, dass es sich hier um kleine Bienchen handelt. Oder etwa nicht? (Nun ja, die Flügel sitzen tatsächlich etwas weit vorn - hüstel ...) Ob Bienen oder Mäuse, darauf kommt es am Ende natürlich nicht an (und die Wahl der Farben hatte wirklich rein gar nichts mit einem Fußballverein zu tun), sondern nur darauf, ob es schmeckt. Und da versichere ich Euch, der Kuchen ist wirklich ultralecker. Die Rezeptidee stammt von der lieben Frau Zuckerfee, den Biskuit habe ich nach meinem eigenen Rezept gebacken.

05.06.16

Cupcakes mit Erdbeeren und Sahne

It's cupcake-time! Und an welches andere Obst sollte man da aktuell eher denken als an Erdbeeren? Zusammen mit einem Klecks Sahne und einem Muffin aus leckerem Rührteig wird im Handumdrehen ein wunderbarer Cupcake. 

08.04.16

Melonen-Sorbet | Nicht nur für werdende Mamis

Wie auch schon in meiner ersten Schwangerschaft könnte ich gerade jede Form von Sorbet in großen Mengen verputzen. Dieses Kalte und Frische hilft nicht nur gegen Übelkeit, es erfrischt und ist nicht so gehaltvoll wie Sahneeis. Ich bin nun im 5. Monat meiner Schwangerschaft angelangt und kann noch gar nicht glauben, dass wir bald Halbzeit haben. Der Bauch wächst, die normalen Hosen passen nicht mehr und so langsam aber sicher setzt sich der Gedanke, dass wir bald wieder ein Baby im Haus haben werden. Sorbet werde ich mir dann hoffentlich aber auch noch machen können trotz schlafloser Nächte, denn das geht ganz schnell.

16.10.15

Zu Gast im Oktober | Moni von KochzereMoni

Ach, das ist mir doch gleich sympathisch, wenn ein Blogger einen eigenen Birnenbaum hat. Mein heutiger Gast heißt Ramona (aber alle sagen immer Moni, auch wenn sie das früher gar nicht mochte), ist Mama eines kleinen Jungen und lebt, liebt, lacht, kocht und backt auf ihrem schönen Blog. Willkommen liebe Moni, ich freue mich, dass Du bei mir bist.

14.08.15

Joghurteis mit schwarzen Johannisbeeren: das beste Eis des Jahres (sagt mein Mann)

Ach ich liebe den Sommer! Überall herrlich reife Früchte jeder Farbschattierung. Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren - was das Herz begehrt. Am Wochenende lachte mir ein Schälchen schwarze Johannisbeeren entgegen. Und weil es so warm war, hat meine Eismaschine* daraus superleckeres Joghurteis gerührt. Mein Mann und ich waren beide überrascht, WIE lecker das war. Ist doch schön, wenn man sich auch mal selber überraschen kann. 

07.07.15

Rezept für Kirsch-Cupcakes mit weißer Schokolade

Was macht man, wenn man eine große Schüssel Süßkirschen erntet? Entweder man futtert sie pur und einfach so frisch vom Baum oder man verbackt sie. Genau das habe ich gemacht. Meine kleine Säulenkirsche auf dem Balkon hat dieses Jahr das erste Mal Früchte getragen. Nach 4 fruchtlosen Jahren, stellt Euch vor. Für eine Großfamilie hat die Ernte zwar nicht gereicht, aber wir sind zum Glück ja nur zwei und ein halber Esser (wobei das Baby Kirschen wegputzen kann, das glaubt man gar nicht). 

30.06.15

Rezept für Erdbeereis

Der Sommer ist da!! Die kommenden Tage sollen es bis zu 35 Grad werden - juchu. Seid Ihr bereit? Wir sind es: der Babypool ist aufgepustet und voller Wasser, die Verabredung zur Poolparty steht, genügend Getränke sind im Kühlschrank und die Sommerkleider und kurzen Hosen ausgepackt. Was noch fehlt ist eine ordentliche Portion Eis.

12.03.15

Ab in den Urlaub | Rezept für Vanilleeis

Achtung, jetzt kommen hier richtige Frühlingsgefühle auf. Ich habe nämlich das erste Eis des Jahres gegessen. Nicht von der Eisdiele nebenan, sondern selbst gemacht. Ich bin nämlich seit einigen Tagen Besitzerin einer tollen Unold Eismaschine*(danke Ela!!). Juchu! Seit über einem Jahr schwanke ich: Eismaschine oder Nudelmaschine? Eismaschine oder Nudelmaschine? Da man aber mit Baby so wenig Zeit hat und Nudelteig herstellen, Nudeln trocknen und so weiter doch lange dauert, wurde es diese Eismaschine. Sie steht nun in der Küche und surrt in regelmäßigen Abständen vor sich hin. Herrlich. Eingeweiht habe ich sie mit einem einfachen Vanilleeis-Rezept aus Linda Lomelinos neuem Buch Lomelinos Eis**.


Schnelles Vanilleeis


Zutaten (für etwa 1/2 Liter)
80 g Zucker
150 ml Milch
250 ml Schlagsahne
1/2 TL Vanillepulver 
1 TL Vanilleextrakt


Zubereitung

Die Milch in eine Schüssel geben und den Zucker darin auflösen unter Rühren. Sahne, Vanillepulver und Vanilleextrakt unterrühren. Die Masse habe ich nun für 30 Minuten in den Kühlschrank gestellt, dass sie schön kühl ist und dann in meine Eismaschine gegeben. Diese kühlt die Masse dann unter Rühren auf Minusgrade herunter. Nach etwa 20 Minuten war sie bereits schnittfest, ich habe sie in einen Behälter umgefüllt und im Tiefkühlfach noch etwa 2 Stunden frieren lassen. Vor dem Servieren sollte man das Eis etwa zehn Minuten antauen lassen, damit es sich gut portionieren lässt. 
Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Durch das ständige Rühren waren keine Eiskristalle in der Eismasse, nur ganz soo cremig war mein Vanilleeis nicht. Vielleicht lag das aber auch am Rezept, das werde ich noch ausprobieren. Auf jeden Fall war diese kleine Eismahlzeit bei Sonnenschein auf dem Balkon (jaa, es waren 20 Grad am Wochenende in Düsseldorf) genau die richtige Einstimmung auf unseren Urlaub. Ich werde mit meiner kleinen Tochter Helena am Wochenende für 3 Wochen nach Teneriffa fliegen (erster Flug mit Baby, uah) und in dieser Zeit auch eine kleine Blogpause machen. Euch wünsche ich ebenfalls viele schöne Sonnenstunden. Lasst es Euch gut gehen!





*Amazon Affiliate-Link: Wenn Ihr über diesen Link etwas bestellt, erhalte ich eine kleine Provision - der Preis bleibt für Euch gleich!

** Das Buch wurde mir netterweise vom AT Verlag unentgeldlich zur Verfügung gestellt. Danke dafür!




15.08.14

Sommerzeit ist Früchtezeit | Rezept für Erdbeer-Pfirsich-Smoothie

Hach, es gibt nichts Schöneres, als sich den Morgen mit einem frischen Smoothie zu versüßen, findet Ihr nicht? Im letzten Jahr habe ich sehr regelmäßig am Wochenende den Mixer geschwungen (hier könnt Ihr nochmal alle Smoothies sehen), dieses Jahr kam das bisher ein wenig zu kurz, aber das soll sich ändern. Dieses Rezept kommt ganz ohne zusätzlichen Zucker aus - die Süße der Früchte reicht aus und so lange es noch die letzten Erdbeeren gibt, wollte ich das auf jeden Fall ausnutzen.


Erdbeer-Pfirsich-Smoothie


Zutaten (für 2 Personen)
5 Erdbeeren
2 Pfirsiche
1 Kiwi
300 ml Pfirsichsaft
5 Eiswürfel
Zubereitung

Die Erdbeeren vom Grün befreien, waschen und in den Mixer geben. Die Pfirsiche waschen, den Kern entfernen und zu den Erdbeeren geben (wer mag, kann noch die Schale entfernen, mich hat sie nicht gestört). Die Kiwi schälen, halbieren und ebenfalls in den Mixer geben. Nun den Saft hinzugeben, dass das Obst bedeckt ist. Die Eiswürfel hinzugeben und alles gut durchmixen.
Wer die kleinen Kerne von der Kiwi nicht in seinem Smoothie haben will, kann die Masse einmal durch ein Sieb gießen, ich bin da nicht so empfindlich. Ruckzuck ist Eure Vitaminbombe fertig.

07.10.13

Holzofenpizza aus Turin und das beste Eis der Welt | Reiserückblicke aus Italien

Bevor es uns endgültig in die Toskana verschlug, machten mein Mann und ich noch einen Abstecher nach Turin. Es gibt Stimmen, die halten Turin für sehr viel sehenswerter als Mailand und würden der Stadt im Piemont stets den Vorzug geben. Als ich vorab bei Tripadvisor (kennt Ihr dieses Portal? Mein unersetzlicher Helfer für jede Reiseplanung.) schaute, welche Sehenswürdigkeiten auf meine Liste wandern sollten, war ich etwas überrascht. Top Sehenswürdigkeit waren das Fußballstadion von Juventus und ein Automuseum - nicht gerade die Themen, die mich unbedingt ansprechen. Fast schon bereute ich, dass wir zwei Tage in dieser Stadt eingeplant hatten, bis wir dann da waren. Turin besticht nämlich nicht durch große Attraktionen. Die Stadt im Nordwesten Italiens bezaubert durch ihre Alltagskultur und unverfälschtes italienisches Leben. Nicht die großen Touristengruppen begegneten uns hier sondern italienisches Hausfrauen, die über dem Trubel der vierspurigen Stadtstraße seelenruhig ihre Deckbetten lüfteten oder Kinder, die lachend um die Blocks ziehen. Wir nahmen des morgens gemeinsam mit italienischen Geschäftsmännern einen schnellen Kaffee im Stehen, bevor wir zu Fuß die Stadt erschlossen. Diese Art der Fortbewegung kann ich sehr empfehlen, ebensowe wie ab und an einen Blick Richtung Himmel zu werfen. So entdeckt man wunderschöne Hausfassaden und überbordende Balkonkästen, die der Stadt ihr Gesicht verleihen.
Und weil bei einem Italienbesuch eine echt Holzofenpizza nicht fehlen darf, gingen wir ins Mazzini 38 in der Via Mazzini 38 angolo via San Massimo (der Laden öffnet nicht vor 19.30 Uhr auch wenn das Schild der Tür etwas anderes sagt). Die Karte bietet ein ausreichendes Spektrum an italienischen Gerichten, vornehmlich Pizza und Salat. Nach einem langen Städtetag genau das richtige.
Nach den Tagen in Luzern und Turin machten wir uns auf zum zweiten Teil unseres Urlaubs: faul sein in der Toskana. Hihi, das muss schließlich auch mal sein. Unsere Herberge für 7 Tage lag in der Nähe der kleinen Stadt Sarteano und war eine sogenannte Agriturismo. Mit diesem Begriff werden in Italien eigentlich Bauernhöfe bezeichnet, auf denen Touristen für wenig Geld am ursprünglichen Leben italienischer Familien - häufig mit Landwirtschaft und Viehbetrieb - teilhaben können. Mittlerweile wurden aber viele dieser Höfe und Weingüter zu modernen Hotels umgebaut und so fanden wir uns nach dem Städtetrubel in den idyllischen Olivenpflanzungen der Familie Olivi wieder , die mit der Agiturismo La Solvana ein Kleinod inmitten von Weinbergen geschaffen hat. Am Nachmittag schaukelte der Wind sanft die Spitzen der Zypressen während ich in einem Buch las oder kleine Geckos beobachtete, die über die Steine huschten. Wirklich wunderbar
Wenn wir genug hatten vom Rumliegen am Pool (der ganz schön kalt war), machten wir Ausflüge ins Umland, fuhren durch die kleinen italienischen Dörfer oder machten einen Abstecher in die eine oder andere große Stadt. Sehr zu empfehlen ist ein Besuch in Montepulciano, einer Stadt südöstlich von Siena. Mehr als einen halben Tag braucht man nicht, um sich die pittoresken Häuser und die mittelalterliche Stadtmauer anzuschauen.
Viele Gebäude von Montepulciano stammen aus der Renaissance und die Lage auf einem 600 Meter hohen Hügel bietet eine tolle Weitsicht. Mir sind die kleinen Dinge immer die liebsten und so waren kein hübscher Fensterladen und keine archaisch anmutende Pflanze vor meiner Kamera sicher. Es gab sogar Katzen - meow.
Da mein Mann und ich beide schon in Florenz waren, entschlossen wir uns gegen einen erneuten Besuch und fuhren stattdessen nach Siena. Meine liebe Freudin Nadine hatte mir von der Stadt schon vorgeschwärmt, die als eine der schönsten Städte Italiens gilt. Der Dom von Siena erstrahlt in schwarzem und weißen Marmor und gehört zu einer der eindrucksvollsten Kirchen, die ich je gesehen habe. Stellt Euch vor, die schwarzen und weißen Marmorplatten wechseln sich so ab, dass er geringelt ist. Ich liebe Ringel. Und diesen Dom.
Obwohl in Italien bereits Nebensaison war, tummelten sich viele Touristen in der Stadt, aber sobald wir in die Nebengassen der einzelnen Stadtteile kamen, waren Trubel und Lärm wie weggeblasen. Übrall hingen Fahnen der sogenannten Contraden; das sind insgesamt 17 Stadtteile, die alle eigene Wappentiere besitzen und bei dem berühmten Pferderennen von Siena gegeneinander antreten (die armen Pferde, die Gassen sind wirklich sehr eng).
Es war wirklich sehr sehr schön in Siena und wir ließen uns ohne Plan einfach durch die Gassen treiben, kauften am Piazza del Campo ein paar kleine Einschreibbücher und setzten uns vor dem Rathhaus auf den noch sonnenwarmen Boden. Außerdem steckte ich meine Nase natürlich in jede Menge Läden mit Olivenöl, getrockneten Tomaten oder italienischem Gebäck. Ein Paradies für Foodies. 
Und wo wir gerade beim Essen sind, muss ich Euch noch unbedingt vom besten Eis der Welt erzählen, das wir im Urlaub gegessen haben (ja wirklich). Bei einem Ausflug nach Perugia in Umbrien kamen wir an einer kleinen Eisdiele vorbei, der Cioccolate Augusta Perusia. Mein Mann hatte schon davon gelesen und so mussten wir natürlich eine Kugel kosten. Da die Italiener in der Schlange vor uns alle das Eis aus dunkler Schokolade bestellten, hab ich genau das auch probiert und eine Kugel (eigentlich sind das in Italien ja gar keine Kugeln, eher Schaberportionen) Nusseis. KÖSTLICH! Mir läuft gerade das Wasser im Mund zusammen, wenn ich daran denke, auch bei 10 Grad und Herbstregen. Das Eis war wunderbar cremig und hach, einfach herrlich schokoladig. Ich kann mich wirklich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt so ein wunderbares Eis gegessen habe. Solltet Ihr je in der Gegend sein, unbedingt hin da.
Damit ist mein kleiner Urlaubsrückblick auch beendet. Ich hoffe, es hat Euch ein wenig gefallen und vielleicht inspiriert Euch dies ja, einen eigenen Urlaub in der Toskana zu planen. Oder wart Ihr schonmal da? Für Tipps und Empfehlungen bin ich sehr dankbar, wir waren sicher nicht das letzte Mal in diesem schönen Teil Italiens.

09.08.13

Wer möchte ein Eis? | Rezept für Erdbeer-Granité und Buchvorstellung

Hmm, ich könnte den ganzen Sommer lang Eis essen. Bei warmem Wetter an einem leckeren Vanilleeis lecken oder ein fruchtiges Sorbet löffeln - herrlich. Da traf es sich gut, dass ich über "Blogg Dein Buch" vom h.f. ullmann Verlag ausgewählt wurde, ein neues Buch zum Thema "Eiscreme. Köstliche Kreationen für jeden Geschmack" von Eliq Maranik zu rezensieren. "Blogg Dein Buch" ist eine Plattform, auf der man sich für Buchezensionen zu verschiedenen Themen bewerben kann. Wer gerne Bücher liest und Lust hat, diese auch zu besprechen, dem kann ich die Homepage wirklich empfehlen.
Das Eiscreme-Buch ist 160 Seiten stark und kostet 9,99€ - wirklich ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Über 60 Rezepte präsentiert die schwedische Autorin, von Eiscreme, Sorbet und Gratiné bis Eis am Stil. Zunächst gibt sie eine kleine Einführung in die Geschichte des Eises und der Eisherstellung, was ich ganz unterhaltsam fand, darauf folgen allgemeine Erläuterungen zu Hygiene, der richtigen Aufbewahrung, Geräten und Zubehör und eine Warenkunde zu den wichtigste Bestandteilen von Eis. Dann geht es los mit den Rezepten. Von einfachem Vanille-Jogurt-Eis über Zimteis bis hin zu Himbeer-Champagner-Sorbet oder Kokoseis am Stil bietet die Autorin eine breite Palette ganz unterschiedlicher Rezepte an - von leicht bis etwas aufwändiger alles, was das Herz begehrt. 9 Rezepte sind für die Herstellung ohne Eismaschine vorgesehen, ich glaube 10 Rezepte sind für Eis am Stil gedacht. Der Großteil benötigt für die Herstellung also eine Eismaschine (auch wenn in der Anleitung eine alternative Herstellunsgart beschrieben wird, bei der man stündlich das Eis durchrührt, so habe ich doch die Erfahrung gemacht, dass Eis nie so cremig wird wie wenn es in einer Maschine geschlagen wird), das sollte einem vor dem Kauf bewusst sein.
Die Bilder im Buch sind sehr modern und "clean", was mir persönlich gut gefallen hat. Es herrscht bei den Darstellungen ein einheitlicher Stil, das jeweilige Eis steht im Fokus ohne viel Chi Chi und aufwändige Deko-Inszenierung. Richtig hübsch und appetitlich. Bemängeln muss ich das lieblose Textlayout und der immergleiche Textaufbau. Die Beschreibungen folgen immer dem Schema "Vorbereitung - Zubereitung - Abkühlen - Gefrieren - Servieren". Nirgendwo ein persönliches Wort oder eine kleine Geschichte, sondern eine sehr sachliche Abhandlung der einzelnen Herstellungsschritte, zudem in einem sehr einfachen, wenig raffinierten Layout. Das erleichtert natürlich die Arbeit in der Küche, emotionalisiert aber überhaupt nicht - was ich bei dem tollen Thema Eis schade fand.
Da es aber bei einem Rezeptbuch ja in erster Linie um die Rezepte selber und nicht das Layout geht, habe ich natürlich auch ein Eis getestet, das mich verführerisch ansprang: das Erdbeer-Granité. Man kann es ganz einfach ohne Eismaschine herstellen (ich habe nämlich keine) und es gelingt superleicht.

Erdbeer-Gratiné


Zutaten (für etwa 1 Liter)
400 g frische Erdbeeren
500 ml Wasser
85 g Zucker

Zubereitung

Zunächst die Erdbeeren pürieren und das Mark kühl stellen. Wasser und Zucker in einen Topf geben und unter ständigem Rühren aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Die Masse abkühlen lassen und dann mit dem Fruchtpüree vermischen. Nun den Gratinémix in eine Schüssel geben, luftdicht verschließen und ins Gefrierfach stellen. (Achtung, die Masse dehnt sich aus, deshalb die Schüssel nur etwa zur Hälfte befüllen.) Etwa einmal pro Stunde die Schüssel heraus holen und die Masse mit einer Gabel durchrühren. Dabei immer auch die Eiskristalle vom Schüsselrand abschaben. Das Gratiné sollte am Ende aus vielen kleinen Eiskristallen bestehen. Da es schnell schmilzt, verzehrt man es am besten schnell - bei dem tollen Geschmack ist das nicht schwer. Die Herstellung war wirklich einfach und die Angaben im Rezept stimmten genau. Herrlich erfrischend und fruchtig ist dieses Granité genau das Richtige für heiße Sommertage und kommt auf meine Favoritenliste. Wer nun auch Lust auf das Buch hat, kann es hier bestellen.

Buch-Fazit
Top: große Auswahl an Rezepten, sehr guter Preis, hochwertiges Erscheinungsbild, verständliche Anleitungen
Flop: nur wenige Rezepte ohne Eismaschine, liebloses Layout der Texte
Kaufempfehlung: absolut, man bekommt viel für sein Geld

 Eisförmchen und Löffelchen von Minidrops

29.07.13

Auja, wir machen ein Picknick am Schloss. Ach ne, doch nicht! | Picknick Vol. 4

Weil bei einem Picknick der Nachtisch ja nicht fehlen darf - zumindest nicht, wenn man eine kleine Schleckermaus ist - gab es an unserem Balkon-Picknick einen ganz einfachen Schokoladenkuchen, den man leicht mitnehmen kann. Ich mag dieses Rezept deshalb besonders, weil es so einfach zu merken ist. 100 g hiervon, 100 g davon... - fertig ist der Kuchen.


Einfacher Schokoladenkuchen


Zutaten (für eine Kastenform)
100 g Zartbitterschokolade
100 g Butter
100 g Zucker
100 g gemahlene Mandeln
½ Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier
3 EL Mehl (evtl.)
2 EL Johannisbeermarmelade

Dunkle Kuvertüre
Zubereitung

Die Schokolade in Stücke brechen und mit der Butter über dem heißen Wasserbad schmelzen lassen. Zucker, Mandeln, Backpulver, Vanillezucker, Salz und zum Schluss die Eier unterrühren. Sollte der Teig zu flüssig sein, könnt Ihr noch 2 bis 3 EL Mehl unterrühren. Ein Kastenform fetten und mehlen und den Teig einfüllen. Schokokuchen im vorgeheizten Backofen bei 140 Grad (Umluft) etwa 40 Minuten backen. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, ob der Kuchen schon durch ist, einfach eine Stäbchenprobe machen. Wenn der Kuchen etwas abgekühlt ist, die Marmelade obenauf verstreichen. So zieht sie ein wenig in den Kuchen ein und gibt ihm eine fruchtige Note. Nach dem Auskühlen mit ein wenig Kuvertüre überziehen. 
Ich erzählte ja bereits, dass es den einen oder anderen Vorteil hat, wenn man zum Picknicken doch nicht in die Wallachei fährt (Katze, Toilette, Eiswürfel). Weiterhin kann man sich ganz spontan und locker-flockig nach Gusto einen Smoothie machen, denn auch der Mixer steht ja nicht all zu fern. So gabe es bei uns noch einen Erdbeer-Smoothie - eisgekühlt und frisch. 

Erdbeer-Smoothie


Zutaten (für zwei Gläser)
300 g Naturjogurt

20 Erdbeeren
4 Eiswürfel

Zubereitung

Die Erdbeeren waschen und putzen. Zusammen mit den restlichen Zutaten in einen Mixer geben und kurz durchmixen, dass keine Stückchen mehr vorhanden sind. Sofort servieren.

Ich hoffe, meine kleine Picknickreihe hat Euch gefallen? Vielleicht habt Ihr nun ja auch Lust auf ein Picknick? Dann schnell raus ins Freie, ob auf Balkon oder in den Park, ist ganz egal, ein paar Leckereien zusammen getragen und ein paar schönen Stunden steht nichts mehr im Weg.

♥♥♥ Lasst es Euch schmecken ♥♥♥

Picknick Vol. 1
Picknick Vol. 2
Picknick Vol. 3

28.07.13

Sonntagmorgen, Sonnenschein | Rezept für Pfirsich-Smoothie

Sonntagmorgen, ist das nicht herrlich? Ich liebe die sanften Sonntage, an denen man nicht geschäftig durch die Gegend rennt und stattdessen die Seele baumeln lässt. Ein langes Frühstück gehört für mich in einen guten Start in den Sonntag unbedingt dazu. Es muss nicht opulent sein, ein Toast und ein Ei, vielleicht ein paar Gurkenscheiben und ein wenig Obst - fertig ist der perfekte Tagesbeginn. Besonders gerne trinke ich im Moment auch Smoothies. Letztens habe ich Euch schon einen Erdbeer-Melonen-Smoothie vorgestellt, heute hatte ich Lust auf ein wenig Pfirsich.


Pfirsich-Smoothie


Zutaten (für zwei Gläser)
2 reife Pfirsiche (je reifer, desto aromatischer schmeckt der Smoothie)
250 g Naturjogurt 
1 EL Honig
250 ml Orangensaft
5 Eiswürfel
Zubereitung

Die Pfirsiche waschen, den Kern entfernen und vierteln. Wer mag, kann die Schale  entfernen, mich hat sie nicht gestört. Die Pfirsiche zusammen mit dem Jogurt, dem Honig und dem Fruchtsaft in einen Mixer geben und fein pürieren. Zum Schluss die Eiswürfel hinzugeben und kurz zerkleinern. Den Smoothie auf zwei Gläser verteilen und voilà habt Ihr das perfekte Frühstücksgetränk.
Habt Ihr auch ein besonders gutes Smoothie-Rezept? Oder bleibt Ihr zum Frühstück lieber bei Kaffee und Co?

 

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